Alte Homepage Archive

Iran bestätigt ein zehntes Todesurteil Drucken E-Mail

Teheran. Die iranische Justiz hat am Mittwoch das zehnte Todesurteil gegen einen Demonstranten verhängt, der an Kundgebungen gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad teilgenommen hatte. Ein Berufungsgericht in Teheran bestätigte die in erster Instanz ausgesprochene Todesstrafe.

Dem zum Tod verurteilten 20-jährigen Mann wird vorgeworfen, bei seiner Teilnahme an den Anti-Regierungs-Demonstrationen im vergangenen Dezember Hetze gegen die Führung und gegen den Islam betrieben zu haben.

Ein regimekritischer Film soll dem angesehenen iranischen Regisseur Jafar Panahi zum Verhängnis geworden sein. Er sei festgenommen worden, weil die Sicherheitsbehörden die Veröffentlichung des Films verhindern wollten, hieß es am Mittwoch auf oppositionellen Websites. Panahi habe sich am Montagabend in seinem Haus mit 15 anderen Dissidenten getroffen, um unter anderem über den Vertrieb seines Films im Ausland zu sprechen, als die Sicherheitskräfte in das Gebäude stürmten, berichteten Oppositionelle. Panahi war im Februar als Ehrengast zur 60. Berlinale eingeladen, durfte aber nicht ausreisen. Er gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Regisseure im Iran.

Quelle: Wiener Zeitung

 
Menschenrechte im Iran, Powered by Joomla! and supported by Computer Support Center (C-S-C) www.pc-sh.ch