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Jubel und Prügel im Iran Drucken E-Mail

Opposition meldet Zusammenstöße und Festnahmen am Revolutionstag

Teheran - Am Rande der offiziellen Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution ist es im Iran zu Zusammenstößen zwischen Oppositionsanhängern und Sicherheitskräften gekommen. Dabei kam es nach Angaben der Opposition gestern auch zu Übergriffen auf führende Regierungskritiker. Präsident Mahmud Ahmadinedschad rief den Iran unterdessen vor hunderttausenden Anhängern zum "Atomstaat" aus.

Die Behörden hatten für den Jahrestag Kundgebungen gegen die Regierung verboten. Dessen ungeachtet versammelten sich nach Angaben oppositioneller Internetseiten tausende Regierungsgegner auf den Straßen der Hauptstadt. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt und mehrere Demonstranten festgenommen.

Auf der Website des Ahmadinedschad-Gegners und unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mir Hossein Mussawi hieß es, Bereitschaftschaftspolizisten und in Zivil gekleidete Männer mit Schlagstöcken hätten ihn an einer Teilnahme an den Demonstrationen gehindert.

Übergriffe gab es auch gegen die Oppositionspolitiker Mohammed Chatami und Mehdi Karubi, wie die regierungskritische Internetseite Rahesabs berichtete. Karubis Sohn Hossein sagte, mehrere Leibwächter seines Vaters seien verletzt worden. Die Angaben ließen sich nicht bestätigen. Die iranischen Behörden hatten ausländischen Reportern die Berichterstattung darüber untersagt. Nach Angaben des Staatsfernsehens gingen im ganzen Land "Millionen" Menschen auf die Straße und demonstrierten damit die "Einheit der Nation". Auf den vom staatlichen iranischen Fernsehen übertragenen Bildern war zu sehen, wie hunderttausende Menschen ins Zentrum Teherans strömten. 1979 wurde die Regierung des Schahs von Persien gestürzt. Ayatollah Khomeini kehrte Anfang Februar des Jahres aus dem Exil zurück, am 11. Februar brach die bis dahin geltende Ordnung vollständig zusammen.

Die Europäische Union hat die Übergriffe gegen Regierungskritiker scharf verurteilt. Die EU sehe mit großer Sorge, dass eine große Zahl von Iranern gestern ihre Meinung nicht habe frei äußern können, erklärte die europäische Außenbeauftragte Catherine Ashton. Die gewaltsame Unterdrückung von Oppositionellen folge dem Muster der vergangenen Monate, betonte Ashton. "Das Regime lässt seine eigenen Bürger im Stich."

Quelle: welt.de

 
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